Birne 'Muskatellerbirne'
[2000456]

Birne \'Muskatellerbirne\'
Kleine, lange Sommermuskateller Familie der Muskatellerbirnen Geschichte: Über ihre Herkunft ist Genaues nicht bekannt, doch dürfte sie wie die meisten Muskatellerbirnen aus Frankreich stammen, zumindest kannte sie der alte österreichische Pomologe Kraft unter dem französischen Namen Parfum d’Aout, ist gleich Wohlriechende Augustbirne. Sie kommt hauptsächlich in Thüringen und bei uns in allen Gauen meist aber nur vereinzelt vor. Gewöhnlich heißt sie nur Muskatellerbirne. Die alten Pomologen kannten und beschrieben sie alle. Beschreibung: Klein bis mittelgroß, je nach Standort und Alter des Baumes 4 bis 6 cm lang und 35 bis 45 mm breit, länglich birnförmig, stielwärts zugespitzt und leicht eingezogen. Kelch offen, hartblättrig, in flacher, mitunter beuliger Einsenkung. Stiel holzig, verschieden lang, oben aufsitzend und durch einen Fleischwulst seitlich gedrückt. Schale gelblichgrün, bei voller Reife hellgelb, mit vielen bräunlichrot umkreisten braunen Punkten auf der Sonnenseite, die zur Vollreife der Frucht ein lachendes Aussehen geben. Um den Kelch leicht berostet. Fleisch weiß mit gelblichem Anflug, halbschmelzend, saftig, mit ausgeprägtem Muskatgeschmack und Geruch. Befruchtungsverhältnisse: Guter Pollenbildner. Reifezeit: Mitte August, mindestens acht Tage vor der Vollreife zu pflücken, ist dann zum Rohgenuss ebenso beliebt wie zum Einmachen, als frühe Marktbirne leicht verkäuflich. Muss innerhalb vierzehn Tagen verbraucht werden. Eigenschaften des Baumes: Dieser wächst kräftig und bildet in der Baumschule schöne Stämme. Später baut er seine Krone pyramidenartig auf, welche bis ins hohe Alter diese Form beibehält. Die Äste sind von unten bis oben mit quirlartigem Fruchtholz dicht besetzt, die Tragbarkeit tritt bald ein und ist sehr reich, seine Ansprüche an die Bodenverhältnisse sind nicht groß, selbst auf armem Boden sind die Erträge noch reich. Seine besten Formen sind der Hochund Halbstamm und für den Kleingarten der Niederstamm auf Wildling. Auch zum Umpfropfen ist er sehr geeignet. Laub und Frucht sind frei von Krankheiten.
Typ: Sommerbirne
Herkunft: unbekannt, vermutl. Frankreich
Genussreife: August
Frucht: klein- mittelgroß, länglich, birnenförmig
Geschmack: halbschmelzend, saftig, muskatiges Aroma
Wuchs: stark, Krone pyramidal
Standort: eher anspruchslos
Bot. Name: Pyrus com.'Muskatellerbirne'

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Zeichenerklärung
Stammformen/StammhöhenStammformen/Stammhöhen

Bu = Buschbaum, Kronenansatz bei 40-60cm

Ha = Halbstamm, Kronenansatz bei 100-120cm

H = Hochstamm, Kronenansatz bei 180-200cm

Qualitäten:

2xv = zweimal verschult/verpflanzt. Alle Bäume sind mind. Zweimal verschult auch wenn dies nicht angegeben ist.
3xv = dreimal verpflanz/verschult. Dies sind alles besonders kräftige Solitärbäume.
2j. = zweijähriger Baum, alle Bäume sind mind. Zweijährig, Hochstämme und Solitäre sind 3-5 jährig
ab 6, 7-8, 8-10, usw. gibt den Stammumfang in cm an, gemessen in 1m Höhe

Wuchsstärken:
Alle Obstbäume werden auf Wurzel veredelt. Die Wurzel hat entscheidenden Einfluss auf die Wuchsstärke/Baumendgröße.

Die Bezeichnungen MM 106, Pyrodwarf, Giesela und Wawit bezeichnen schwachwachsende Sorten,
diese Bäume eignen sich besonders für den Hausgarten.

Alle anderen Bäume wachsen auf der starkwachsenden Sämlingswurzel,
diese Bäume sind für die Pflanzung in der Landschaft und auf der Streuobstwiese geeignet.
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