Bramley
Lokalbezeichnungen und Synonyme: Bramleys Seedling.
Heimat und Verbreitung: Ist eine englische Sorte, die von Bramley in Southwel gezüchtet und 1876 von der dortigen Baumschule Morryweather erstmals in den Handel gebraucht wurde. Die Sorte ist heute in England, Dänemark und anderen Ländern ziemlich stark verbreitet und auch in Österreich in Kleingärten anzutreffen. Literatur: Danmarks Frugtsorter v. a. Pedersen Fruchteigenschaften
Form, Größe, Farbe: Die mittelbauchige, große bis sehr große Frucht ist flachrund, unregelmäßig und schief gebaut sowie breit gerippt. Die sich fettig anfühlende starke und elastische Schale ist in der Grundfarbe grün, später gelblich-grün und sonnseits mehr oder weniger intensiv mattrot gestreift und gesprenkelt. Große bräunliche Schalenpunkte sind vereinzelt über die ganze Frucht verteilt anzutreffen. Der halb offene Kelch ist groß und sitzt in einer sehr tiefen, unregelmäßigen, stark gerippten bis beuligen Einsenkung. Der Stiel ist kurz und dick und sitzt in einer ziemlich engen, oft mit einem Fleischwulst versehenen Einsenkung. Das Fruchtfleisch: Es ist gelblichgrün, mäßig fein bis derb, saftig, säuerlich und ohne besonderes Aroma. Das zwiebelförmige Kerngehäuse ist sehr groß und meist armsamig. Reifezeit: Die Sorte sol möglichst spät geerntet werden und erreicht ab Dezember ihre Genussreife, die je nach Gebiet und Lage bis Ende März andauern kann. Die Sorte ist im Kühlhaus fleischbräuneanfäl ig und leiden große Früchte häufig unter Stippe. Besondere Merkmale: Die unregelmäßige und daher schwer zu sortierende und zu verpackende Fruchtform. Gute Eigenschaften: Die gute lange Haltbarkeit und die vielseitige Verwendungsmöglichkeit als Tafel-, Koch- und Wirtschaftsapfel. Die Frucht ist nicht druckempfindlich. Schlechte Eigenschaften: Seine nur zweitklassige Qualität, denn er ist als säuerlicher Kochapfel von nicht sehr anlockendem, unförmigen Äußeren. Baumeigenschaften
Wuchs: Die Sorte zeigt in der Baumschule einen geraden, gesunden, kräftigen Wuchs und bildet am Standort große, offene und breite Kronen mit kurzem Fruchtholz. Das Blatt ist groß, dick, breit, eiförmig bis oval, auf der Oberseite dunkelgrün glänzend und unterseits graufilzig behaart. Sein Blattrand ist etwas nach aufwärts gebogen. Die sehr schöne und große Blüte erscheint mittelfrüh, also im zweiten Viertel der Apfelblütezeit und ist etwas frostempfindlich. Ansprüche des Baumes: Der Baum stel t im al gemeinen an Lage und Boden keine besonderen Anforderungen. Er zieht mehr leichtere Böden vor. Auf zu schweren, feuchte Böden wächst er zu üppig und kommt dann erst spät in den Ertrag. Tragbarkeit: Sie in den ersten Jahren meist sehr unregelmäßig, wird dann später regelmäßiger und ist dann zufrieden stel end. Die Sorte ist tipioid und daher ein schlechter Pol enspender. Eignung: Bramley kommt hauptsächlich nur für größere Baumformen in Frage, weniger für den Kleingarten bzw. kleinere Formen, da er infolge seiner Wüchsigkeit viel Raum benötigt und erst später in Ertrag kommt.
Typ: Winterapfel
Herkunft: England um 1870
Genussreife: Dezember-März
Frucht: groß-sehr groß, flachrund, gelblichgrün, sonnenseits wenig fahlrote Deckfarbe
Geschmack: reiner Wirtschaftsapfel
Wuchs: stark, Krone breitkugelig
Standort: anspruchslos
Bot. Name: Malus 'Bramleys Seedling/Sämling'
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