Apfel 'Boikenapfel'
[2000429]

Apfel \'Boikenapfel\'
Boikenapfel Familie der Gulderlinge Geschichte: Ist norddeutschen Ursprungs und wurde nach dem Deischvogt Boike von Magister Schröder in Hamburg 1828 zuerst beschrieben. Ist seitdem sehr bekannt geworden, trägt nur diesen Namen. Beschreibung: Frucht ziemlich groß bis groß, 7 bis 9 Zentimeter hoch, breitkugelförmig, oft kalvillartig, mit feinkantigen Erhabenheiten. Die Frucht ist stielbauchig und verjüngt sich gegen den Kelch regelmäßig. Kelch halb offen bis fast geschlossen, Blättchen grünlich, kurzwollig, aufrecht, Einsenkung tief, eng, mit starken Rippen und Falten. Stiel lang, holzig, stark flaumig, in weiter, tiefer, faltiger, meist strahlenrostiger Höhle. Schale glatt, geschmeidig, vom Baum grasgrün, später grünlichgelb, sonnenseits oft mit einem freundlichen Rot überzogen, in dem die zahlreichen weißlichen Punkte sich deutlich abheben, um Kelch und Stiel oft helle Rostflecke. Fleisch fast reinweiß, bräunt sich an der Luft nur langsam, fein fest, saftreich, später mürber, erfrischend weinsäuerlich, wenig gewürzt. Kernhaus hohlachsig, Fächer groß, weit geöffnet, Wände zerrissen, gut entwickelte, eiförmige, zugespitzte Samen enthaltend. Das Blatt zeigt im Bild je zur Hälfte die untere und die obere Seite. Befruchtungsverhältnisse: Guter Pollenbildner, hat daher einen Befruchtungspartner nicht notwendig. Blüht mittelfrüh. Reifezeit: Der Apfel soll vor Mitte Oktober nicht gepflückt werden, hält dann bei guter Aufbewahrung bis zum Sommer, er behält sein frisches Aussehen und seinen erfrischenden Geschmack. Außer zum rohen Genuss ist er auch zum Dörren sehr geeignet. Eigenschaften des Baumes: Er wächst in der Jugend stark, bildet später große, flachgewölbte Kronen und ist für den Hoch- und Halbstamm und für den Buschbaum am besten geeignet. Er gedeiht in Höhenlagen ebenso wie in der Ebene, zieht aber feuchteren Boden und freie Lagen vor, gedeiht noch gut auf Grasland. Seine Fruchtbarkeit beginnt nicht sehr früh, auch trägt der Baum nicht übervoll, dafür sind die Früchte gleichmäßig und geben nur wenig Ausfall. Für den landwirtschaftlichen Obstbau besonders geeignet. Für den Formobstbau haben wir bessere Sorten. Gute Eigenschaften: Die Anspruchslosigkeit des Baumes und die gute Ausbildung seiner Früchte muss hervorgehoben werden; er verdienst noch vermehrte Anpflanzung.
Typ: Winterapfel
Herkunft: Norddeutschland 1828
Genussreife: November-Mai
Frucht: groß-sehr groß, flachrund, grünlichgelb, sonnenseits rot
Geschmack: saftig, weinsäuerlich, auch zum Dörren geeignet
Wuchs: stark, Krone breitkugelig
Standort: von der Küste bis in Höhenlagen, ausreichend feucht
Bot. Name: Malus 'Boikenapfel'

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Zeichenerklärung
Stammformen/StammhöhenStammformen/Stammhöhen

Bu = Buschbaum, Kronenansatz bei 40-60cm

Ha = Halbstamm, Kronenansatz bei 100-120cm

H = Hochstamm, Kronenansatz bei 180-200cm

Qualitäten:

2xv = zweimal verschult/verpflanzt. Alle Bäume sind mind. Zweimal verschult auch wenn dies nicht angegeben ist.
3xv = dreimal verpflanz/verschult. Dies sind alles besonders kräftige Solitärbäume.
2j. = zweijähriger Baum, alle Bäume sind mind. Zweijährig, Hochstämme und Solitäre sind 3-5 jährig
ab 6, 7-8, 8-10, usw. gibt den Stammumfang in cm an, gemessen in 1m Höhe

Wuchsstärken:
Alle Obstbäume werden auf Wurzel veredelt. Die Wurzel hat entscheidenden Einfluss auf die Wuchsstärke/Baumendgröße.

Die Bezeichnungen MM 106, Pyrodwarf, Giesela und Wawit bezeichnen schwachwachsende Sorten,
diese Bäume eignen sich besonders für den Hausgarten.

Alle anderen Bäume wachsen auf der starkwachsenden Sämlingswurzel,
diese Bäume sind für die Pflanzung in der Landschaft und auf der Streuobstwiese geeignet.
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