Allington Pepping
Familie der Goldrenetten
Geschichte: Allington Pepping ist eine jüngere englische Sorte. Sie wurde von der Baumschule
Bunyard in Bedford in den Verkehr gebracht. Bunyard kaufte sie von Braun und dieser wieder
von Thomas Laxton, der sie aus dem Kern der Cox’ Orangenrenette erzogen haben soll. Beim
ersten Bekanntwerden hieß die Sorte „South Lincoln Pepping“, wurde aber dann von Bunyard
nach dem Besitzer „Allington Pepping“ benannt. Literaturangaben: Deutsche Obstbauzeitung
1914, S. 319.
Beschreibung: Die Frucht ist groß, 60 – 75 mm hoch, 70 – 85 mm breit. Die Form ist
hochrund, Formfaktor 88 – 95 (Höhe mal 100, dividiert durch die Breite), etwas untermittelbauchig,
die größte Breite bei 38 mm Höhe. Die Fruchtschale ist glatt, glänzend, etwas rau, von
lichtgelber Grundfarbe, sonnenseits rot verwaschen und rot gestreift. Der Kelch ist grünwollig,
aufrechtstehend, halboffen; die Kelchbucht 26 mm breit, muldenförmig. Der Stiel ist ziemlich
lang, dünn; die Stielbucht 30 mm breit, schwach berostet. Das Fruchtfleisch ist gelblich,
renettenhaft abknackend; der Geschmack sehr gut, angenehm säuerlich und leicht gewürzt. Das
Kernhaus ist schwach hohlachsig, die Kammern geschlossen. Fruchtzahlen: a (Stielbuchttiefe)
21, b weniger a (Stielfortsatz) 27, c – b (Kernkammernhöhe) 40, d – c (Achsenfortsatz) 42, e – d
(Kelchröhre) 53, f – d (Kelchbuchttiefe) 65. Die Fruchtachse steht senkrecht.
Befruchtungsverhältnisse: Erprobte Pollenspender für Allington Pepping, der selbst gut
keimenden Pollen besitzt, sind Goldparmäne, Landsberger Renette, Minister von Hammerstein,
Berlepsch’ Goldrenette.
Reifezeit: Oktober bis Jänner.
Eigenschaften des Baumes: Als Abkömmling der Cox’ Orangenrenette ähnlich dieser Sorte,
doch wüchsiger und bescheidener in den Ansprüchen. Zum guten Gedeihen leibt er schwereren,
nahrhaften Boden, blüht mittelfrüh und ist blütenbeständig. Er eignet sich für alle
Zwergbaumformen, besonders für Buschbäume.
Kritische Beurteilung: Allington Pepping kann als Ersatz für Cox’ Orangenrenette dort
genommen werden, wo diese nicht mehr gedeiht. Der Baum ist wüchsiger, in den Ansprüchen
bescheidener als Cox’. Die Frucht gehört zu den besten Sorten und ist in die erste Güteklasse
eingereiht.
Typ: Herbstapfel
Herkunft: England um 1850
Genussreife: September-Januar
Frucht: mittelgroß, hochkugelförmig, Deckfarbe bräunlichrot
Geschmack: feinzellig, saftig, säuerlich, festes Fruchtfleisch
Wuchs: breitkronig, aufrecht
Standort: breit anbaufähig
Bot. Name: Malus 'Allington Pepping' CAC
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