Adersleber Kalvill
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Adersleber Kalvill

Adersleber Kalvill (Nr. II) Familie der Kalvil en
Von den abgebildeten Früchten stammt der untere Apfel von einem Spindelbuschbaum aus dem Garten Bönisch, Wien, Frohe Zukunft, und der obere von einem waagrechten Kordon aus dem Garten Med, Wien, Gerasdorf.
Geschichte: Aus dem Klostergut Adersleben wurden nach stattgefundener Befruchtung eines Kalvil hochstammes mit dem Gravensteiner Ende der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts drei Sämlinge gezogen, die als Adersleber Kalvil sämlinge Nr. I, II und III bezeichnet wurden. Die Verbreitung dieser Sämlinge erfolgte erst gegen Ende des Jahrhunderts im größeren Maße und hat von da ab rasch zugenommen. Sie gehen heute unter drei Namen: Nr. I als Lichthardts Apfel, Nr. II als Aderleber Kalvil und Nr. III als Amtsrat Meyer. Nr. II ist am meisten bekannt geworden. Von den Baumschulen wird aber Nr. III ebenfal s oftmals als Adersleber Kalvil geliefert.
Beschreibung: Die Frucht hat ausgesprochene Kalvil form mit den bekannten, stark ausge-prägten Rippen und flacher, weiter Stielwölbung. Sie ist flach gebaut, 85 Mil imeter breit und 60 Mil imeter hoch. Kelch halboffen bis geschlossen, Blättchen hel braun, nach außen gebogen, wol ig. Einsenkung tief, mit zahlreichen Rippen und Falten. Stiel lang, holzig, braun, Höhle tief, weit, schwach strahlig berostet. Schale glatt, glänzend, mattgelb, lässt die Kalvil abstammung deutlich erkennen, sonnenseits ganz schwach verwaschen gerötet, deutliche Punkte mehr stielwärts. Nr. I und III sind mehr gerötet. Fleisch hel gelb, saftig, mürbe, fein gewürzt. Kernhaus offen, Kammern geräumig, Samen zahlreich, lang zugespitzt, dunkelbraun.
Befruchtungsverhältnisse: Guter Pol enbildner, die Blüte erscheint mittelfrüh und verläuft langsam.
Reifezeit: Die Früchte müssen spät geerntet werden, weil sie sonst stark schrumpfen, sie halten bei guter Lagerung bis März, April. Ein feiner Tafelapfel, der sich den Markt noch weiter erobern wird.
Eigenschaften des Baumes: Dieser wächst in der Jugend kräftig, lässt aber infolge der frühen Fruchtbarkeit bald nach, bildet eine breite Krone und erfordert in der Jugend einen Rückschnitt der Leittriebe, die sonst hängend werden. Die Früchte hängen fest am Baum. Geeignet für al e Formen vom Hochstamm bis zum waagrechten Schnurbaum, gedeiht auf al en Unterlagen. Der Boden sol gut und genügend feucht sein, auf trockenem Boden werden die Früchte mehlig. Schnitt der Leittriebe lang, der des Fruchtholzes kurz.
Schlechte Eigenschaften: Der Baum verliert auf trockenem Boden frühzeitig das Laub und wirft die Früchte ab. In ungeeigneten Lagen ist das Laub schorfanfäl ig.
Typ: Winterapfel
Herkunft: Kloster Adersleben
Genussreife: November - März
Frucht: groß
Geschmack: edelaromatisch
Wuchs: dichte, kurz verzweigte Krone
Standort: warm
Bot. Name: Malus 'Adersleber Kalvill' CAC

Bitte beachten: Der Baumversand erfolgt erst wieder ab September zur nächsten Pflanzsaison.
Gutscheine können ganzjährig bestellt werden.
Zeichenerklärung
Stammformen/StammhöhenStammformen/Stammhöhen

Bu = Buschbaum, Kronenansatz bei 40-60cm

Ha = Halbstamm, Kronenansatz bei 100-120cm

H = Hochstamm, Kronenansatz bei 180-200cm

Qualitäten:

2xv = zweimal verschult/verpflanzt. Alle Bäume sind mind. Zweimal verschult auch wenn dies nicht angegeben ist.
3xv = dreimal verpflanz/verschult. Dies sind alles besonders kräftige Solitärbäume.
2j. = zweijähriger Baum, alle Bäume sind mind. Zweijährig, Hochstämme und Solitäre sind 3-5 jährig
ab 6, 7-8, 8-10, usw. gibt den Stammumfang in cm an, gemessen in 1m Höhe

Wuchsstärken:
Alle Obstbäume werden auf Wurzel veredelt. Die Wurzel hat entscheidenden Einfluss auf die Wuchsstärke/Baumendgröße.

Die Bezeichnungen MM 106, Pyrodwarf, Giesela und Wawit bezeichnen schwachwachsende Sorten,
diese Bäume eignen sich besonders für den Hausgarten.

Alle anderen Bäume wachsen auf der starkwachsenden Sämlingswurzel,
diese Bäume sind für die Pflanzung in der Landschaft und auf der Streuobstwiese geeignet.
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