Hauszwetsche

Bild 1
Typ: Zwetschge
Herkunft: Münsterland, vor 1700
Genussreife: September-Oktober
Frucht: klein- mittelgroß, steinlösend
Geschmack: aromatisch, festes Fruchtfleisch, süßwürzig
Wuchs: Krone hochoval, mittelstark-stark
Standort: anspruchsvoll an Boden und Klima, bis in mittlere Höhenlagen, feuchte Lagen
Wissenswertes: Brennsorte, Dörrobst, für Kompott/Gelee, gute Backsorte, selbstfruchtbar, Tafelobst
ab 85,00 € *

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Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 14912
Geschichte: Die Hauszwetsche soll Anfang des 17. Jahrhunderts im Münsterland aufgefunden worden... mehr
Produktinformationen "Hauszwetsche"

Geschichte:

Die Hauszwetsche soll Anfang des 17. Jahrhunderts im Münsterland aufgefunden worden sein. Sie fand rasch Anklang in den verschiedensten Regionen Europas und zählt heute in Mittel- und Osteuropa sowie auf dem Balkan zu den am meisten angebauten Obstsorten.
Sie ist auch bekannt als Quetsche de Lorraine, Basler Zwetsche und Bauernpflaume.

Die Hauszwetsche:

Die eiförmige Frucht ist mittelgroß und bringt es durchschnittlich auf ein Gewicht von 22 Gramm. Am Baum ist die Hauszwetsche dunkelviolett gekleidet und hellblau bereift. Die Schale ist mit kleinen hellen Punkten verziert.

Geschmack:

Orangegelb bietet das Fruchtfleisch einen schönen Kontrast zur Schale der Frucht. Es ist fest und löst sich gut vom Stein. Wird die Hauszwetsche gegessen entfaltet sich ihr süßsäuerlicher, leicht herber Geschmack. Sie ist fein gewürzt und sehr aromatisch.

Reifezeit:

Spät blühend ist die Hauszwetsche gegen Spätfrost weitestgehend resistent, direkt in der Blüte aber gegen große Nässe und Kälte empfindlich. Die Zwetschensorte ist selbstfruchtbar und ist für andere Obstsorten ein guter Pollenspender.
Abhängig vom Anbaugebiet kann der Zwetschenbaum teilweise bereits Anfang September, in kälteren Gebieten auch erst Ende Oktober gepflückt werden. Die ersten Erträge setzen spät ein, fallen dann aber regelmäßig und hoch aus.

Verwertung:

Für beinahe jeden Anlass geeignet wird die Hauszwetsche gerne direkt vom Baum gegessen oder nach der Ernte als Kuchenbelag zum Backen verwendet. Ihren Geschmack behält sie gedörrt und eingemacht ebenso wie zu Marmelade weiterverarbeitet. Ihr gutes Aroma ermöglicht zudem eine Destillation.

Zwetschenbaum:

In den ersten drei Jahren stark wachsend bildet der Zwetschenbaum aufrechte Leitäste die eine hochkugelförmige Krone bilden. Diese ist mit kleinen, elliptisch geformten Blättern belaubt. Nach den ersten drei Jahren verblasst die Wuchskraft des Obstbaums, bleibt aber mittelstark. Ein Rückschnitt vermeidet eine Alternanz der Ernte.

Standort:

Die Hauszwetsche ist anspruchslos und kann deshalb in beinahe allen Lagen und Standorten aufgefunden werden. Ausreichend feuchte Böden erleichtern den Anbau, auf diesen kann die Zwetsche auch auf über 800m oder in Windlagen angebaut werden.

Anpassungsfähig an alle Böden und Lagen und wertvoll im Geschmack kann die Hauszwetsche auch nach 400 Jahren nur empfohlen werden.