Birnbaum Pastorenbirne

Bild 1
Synonyme: Glockenbirne, Frauenschenkel, Zapfenbirne
Typ: Winterbirne
Herkunft: Frankreich um 1760
Genussreife: Dezember-Februar
Frucht: birnenförmig, länglich, mittelgroß- groß
Geschmack: halbschmelzend, saftig, schwach gewürzt, süßsäuerlich
Wuchs: Krone pyramidal, stark
Standort: bis in geschützte, mittlere Höhenlagen, breit anbaufähig, warm
Wissenswertes: Dörrobst, Lagerbirne, Massenträger
ab 23,00 € *

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Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 892
Die hier gemalte Frucht stammt von einem Buschbaum aus einem Wiener Kleingarten. Geschichte:... mehr
Produktinformationen "Birnbaum Pastorenbirne"
Die hier gemalte Frucht stammt von einem Buschbaum aus einem Wiener Kleingarten.

Geschichte:

Die Pastorenbirne wurde vor langer Zeit von dem französischen Pfarrer Clion in einem Walde aufgefunden und in Frankreich verbreitet. Diese Verbreitung fand unter vielen Namen statt, die bis heute bekanntesten sind: Curé Birne, Poire de Curé und Poire de Clion. Die deutsche Bezeichnung Pastorenbirne geht auf Oberdieck zurück, der diesen Namen vorschlug und von dort an fort die Birne so beschrieb. In Österreich hat sich dieser Name ebenfalls etabliert.
Weitere Synonyme sind Glockenbirne, Frauenschenkel Birne und Zapfenbirne.

Beschreibung:

Langgestreckt und flaschenförmig gewachsen ist die alte, schon historische Birnensorte mit ihrer Länge von 100mm und einer Breite von 75mm groß gewachsen. Kelchwärts verjüngt ist ihre Fruch stielwärts stärker eingezogen.
Der Kelch selbst ist offen und wird von langen, sternartig auseinander liegenden Blättchen gesäumt. Er liegt in einer flachen, leicht unebenen Senke.
Gut erkennbar ragt am Kopf der Frucht ein kräftiger Stiel gen Himmel. Durch einen Fleischwulst zur Seite gedrückt ist er zumeist schief.
Ehr klein gebaut ist das Kerngehäuse schwach geöffnet und mit dunkelbraunen Samen gefüllt.
Zunächst in einem grünlichen Gewand gekleidet erscheint die Pastorenbirne in ihrer Vollreife hellgelb bemalt. Sortentypisch und optisch sehr ansprechend ragt eine Rostnaht von Kelch bis Stiel über die Birne.

Geschmack:

Gelblich-weiß ist das Fruchtfleisch halbschmelzend und saftig. Bei Genuss entfaltet die Pastorenbirne einen schwach gewürzten, süßsäuerlichen Geschmack.

Befruchtungsverhältnisse:

Die Winterbirne blüht mittelfrüh und ist ein schlechter Pollenbildner.

Reifezeit:

Baumreif Anfang Oktober setzt die Genussreife der Pastorenbirne im Lager ab November ein. Vom guten Lager ist sie bis Januar zu genießen.

Verwertung:

Die Sorte ist leicht verkäuflich und hält den Versand gut aus. Als Wirtschaftsbirne zum dörren und kochen gut geeignet.

Birnbaum:

Der Birnbaum ist in der Jugend besonders stark wüchsig. Seine Krone ist trotz hängender Zweige hoch gebaut.

Standort:

An Boden und Lage stellt die alte Obstsorte keine großen Ansprüche. Ihre Lage sollte allerdings nicht zu frei sein, da die großen Früchte windschutz verlangen.
Die Birnsorte ist für den Hochstamm ebenso wie für den Formbaum geeignet. Da die Augen leicht austreiben, sind die Leitäste lang, das Fruchtholz widerum mittellang zu schneiden.

Da die Birnen auf dem Lager trotz früher Ernte nicht welken und geschmacklich nicht leiden, ist eine weitere Anpflanzung immer noch empfehlenswert.
Es wird wenige Winterbirnen geben, die sich für den bäuerlichen Obstbau so gut eignen wie die Pastorenbirne. Auch in höheren Lagen kommt sie noch gut fort.