Birnbaum Dr. Jules Guyot

Bild 1
Typ: Sommerbirne
Synonyme: Limonera
Herkunft: Frankreich um 1870
Genussreife: August-September
Frucht: birnenförmig, groß-sehr groß, hellgelb, länglich
Geschmack: mildsäuerlich, mäßig süß, saftig
Wuchs: Krone pyramidal, schwach
Standort: bis in mittlere Höhenlagen, eher anspruchslos
Wissenswertes: für Spalier gut geeignet, Guter Pollenspender, Tafelobst
ab 27,00 € *

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Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 2000362
Die hier gemalte Frucht stammt von einem senkrechten Schnurbaum aus dem Garten Kerbler in... mehr
Produktinformationen "Birnbaum Dr. Jules Guyot"
Die hier gemalte Frucht stammt von einem senkrechten Schnurbaum aus dem Garten Kerbler in Wien-Floridsdorf.

Geschichte:

Diese Birnensorte wurde von den Baumschulbesitzern Gebrüder Baltet in Troyes in Frankreich aus Samen gezogen und 1875 dem Handel übergeben. Sie ist seitdem sehr bekannt geworden, trägt aber nur diesen Namen.

Birne:

Mittelgroß bis groß gewachsen ist die Birne zumeist 100mm lang und bis zu 70mm breit. Oft unregelmäßig beulig ist der Bauch dem Kelch näher und die Frucht stielwärts etwas eingezogen.
Der offen gestaltete Kelch ist von kurzen, aufrecht stehenden Blättchen gesäumt und liegt in einer flachen Senke. Oft ist die Kelchsenke von feinen Falten umgeben.
Der Birnenstiel auf der gegenüberliegenden Seite ist mittellang, gebogen und wird oft von einem Fleischwulst zur Seite gedrückt.
Aus geräumigen Kammern bildet sich ein geschlossenes Kernhaus welches Herberge für vollkommene, oval zugespitzte Samen ist.
Die Schale der Birne ist fein und glatt. Zunächst hellgrün bemalt erstrahlt sie zur Vollreife in einem blassgelben Gewand. Die Sonne färbt dieses auf der ihr zugewandten Seite leicht goldig. Zimtfarbig punktiert ist die Birne Dr. Jules Guyot um den Kelch, teilweise auch weiter zusammenhängend berostet.

Geschmack:

Gelblichweiß ist das Fruchtfleisch feinzellig gestrickt und saftvoll. Wird die Birne verzehrt entfaltet sie einen angenehm weinsäuerlichen Geschmack bei leichter Würze.

Reifezeit:

Die Birne Dr. Jules Guyot muss geerntet werden, solange die Schale noch grün ist, etwa Anfang September. Hierbei entspricht die Birne optisch der Frucht auf dem Bild, so kann sichergestellt werden, dass sie ihren vollen Geschmak und schmelzendes Fleisch ausbildet. Nach der baumreife setzt die Genussreife bald ein, auch im Lager sollte die Frucht bis Ende September aufgebraucht sein.

Verwertung:

Als Tafelobst für den Eigenbedarf ist die Birne Dr. Jules Guyot auch für den Markt wertvoll.

Befruchtungsverhältnisse:

Die Sommerbirne blüht spät, ist aber ein guter Pollenbildner.

Birnbaum:

In der Jugend kräftig und aufrecht wachsend ist er auf Niederstämmen und als Formobst gut geeignet. Auf einer Quitten Unterlage erzogen entiwckelt der Birnbaum einen sehr schwachen Wuchs.

Standort:

Gerne zur Bekleidung nördlicher Wände geeignet stellt die alte Birnsorte an Boden und Lage nur geringe Ansprüche.
Da die Sorte sehr fruchtbar ist, sollte sichergestellt werden, dass der Boden genügend nährstoffreich ist.
Die Frucht ist sturmfest. Das Laub bleibt schorffrei.
Die Fruchtholzbildung ist kurz, der Austrieb der Seitenaugen aber schlecht, weshalb ein langer Schnitt der Leitzweige zu vermeiden ist.

Als große Frühbirne besitzt diese Sorte bedeutenden Marktwert. Der früh- und reichtragende Birnbaum macht die Birne Dr. Jules Guyot besonders empfehlenswert.