Birne Pastorenbirne

Bild 1
Synonyme: Glockenbirne, Frauenschenkel, Zapfenbirne
Typ: Winterbirne
Herkunft: Frankreich um 1760
Genussreife: Dezember-Februar
Frucht: birnenförmig, länglich, mittelgroß- groß
Geschmack: halbschmelzend, saftig, schwach gewürzt, süßsäuerlich
Wuchs: Krone pyramidal, stark
Standort: bis in geschützte, mittlere Höhenlagen, breit anbaufähig, warm
Wissenswertes: Dörrobst, Lagerbirne, Massenträger
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Die Pastorenbirne Die hier gemalte Frucht stammt von einem Buschbaum aus einem Wiener... mehr
Produktinformationen "Birne Pastorenbirne"
Die Pastorenbirne

Die hier gemalte Frucht stammt von einem Buschbaum aus einem Wiener Kleingarten.
Geschichte: Wurde vor langer Zeit von einem französischen Pfarrer in einem Walde aufgefunden und in Frankreich unter vielen Namen verbreitet. Die bekanntesten sind: Curé, Poire de Curé, Poire de Clion (Clion, der Name des Pfarrers); Oberdieck hat die deutsche Bezeichnung ”Pastorenbirne” vorgeschlagen, und unter diesem Namen wurde sie dann allgemein beschrieben. In Österreich trägt sie nur diesen Namen.
Beschreibung: Die Frucht ist langgestreckt, flaschenförmig, 90 bis 100 Millimeter lang, 65 bis 75 Millimeter breit, kelchwärts verjüngt, stielwärts eingezogen. Kelch offen, Blättchen lang, sternartig auseinander liegend, Einsenkung wenig vertrieft, uneben. Stiel kräftig, holzig, fast immer von einem Fleischwulst seitlich gedrückt und schief aufsitzend. Schale am Baum graugrün, später grünlich bis hellgelb, mit einer Rostnaht vom Kelch bis zum Stiel, Fleisch gelblichweiß, halbschmelzend, ohne Gewürz. Kernhaus nicht groß, schwach geöffnet, Samen oft unvollkommen, dunkelbraun.
Befruchtungsverhältnisse: Schlechter Pollenbildner, mittelfrühblühend.
Reife: Baumreife Anfang Oktober, Genussreife November bis Jänner. Wenn auch keine edle Tafelbirne, so ist sie doch leicht verkäuflich und hält den Versand gut aus. Auch Dörr- und Kochbirne.
Eigenschaften des Baumes: Der Baum ist in der Jugend besonders starkwüchsig, und seine Zweige sind hängend, seine Krone ist trotzdem hochgebaut. An Boden und Lage stellt er keine großen Ansprüche, doch soll die Lage nicht zu frei sein, da die großen Früchte Windschutz verlangen. Die Sorte ist für den Hochstamm ebenso wie für den Formbaum geeignet, für ganz kleine Formen aber auch auf Quitte noch zu starkwüchsig. Schnitt der Leitäste lang, da die Augen leicht austreiben, Schnitt des Fruchtholzes mittellang.
Eignung der Frucht: Da die Früchte auf dem Lager trotz früher Ernte nicht welken und geschmacklich nicht leiden, auch auf dem Markte leicht verwertbar sind, ist eine weitere Anpflanzung immer noch empfehlenswert.
Gute Eigenschaften: Es wird wenige Winterbirnen geben, die sich für den bäuerlichen Obstbau so gut eignen wie die Pastorenbirne; auch in höheren Lagen kommt sie noch gut fort.