Birne Gräfin von Paris

Bild 1
Typ: Winterbirne
Herkunft: Frankreich um 1890
Genussreife: November-Januar
Frucht: gelblichgrün, mittelgroß- groß, tropfenförmig
Geschmack: saftig, schwach gewürzt, süß mit feiner Säure
Wuchs: Krone breitpyramidal, mittelstark
Standort: ausreichend feucht, geschützt, nährstoffreich, von der Küste bis in Höhenlagen, warm
Wissenswertes: Brennsorte, für Spalier gut geeignet, Guter Pollenspender, Lagerbirne
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Gräfin von Paris Geschichte: In Frankreich erzogen und erstmalig 1889 in... mehr
Produktinformationen "Birne Gräfin von Paris"
Gräfin von Paris

Geschichte: In Frankreich erzogen und erstmalig 1889 in einer französischen Gartenbauzeitschrift beschrieben, fand sie, nachdem sie später auch in deutschen Fachzeitschriften vielfach empfohlen wurde, weite Verbreitung als Comtesse de Paris.
Beschreibung: Die Frucht hat in großen Stücken aus guten Lagen äußerlich eine Ähnlichkeit mit der Pastorenbirne, in kleineren auch mit der österreichischen Virgouleuse. Sie wird ziemlich groß, ist länglich birnförmig, kelchbauchig und stielwärts schwach eingezogen. Kelch offen, die gut entwickelten Blättchen sind auseinandergeschlagen und liegen auf der kleinen Einsenkung auf. Der Stiel ist kurz, holzig, leicht gebogen und sitzt oft neben einem kleinen Fleischwulst.
Die Schale ist derb, in nicht warmen lagen weißlichgrün, auf dem Wandspalier mehr gelblich, hat aus günstigen Lagen nur kleine, aus ungünstigen große Rostfiguren und ist um Kelch und Stiel immer berostet. Das Fleisch ist aus günstigen Lagen schmelzend, saftig, süß und feingewürzt, gelblichweiß. Kernhaus nur wenig hohlachsig, Kammern nicht groß, Samen klein, kurzgespitzt, braun, oft unvollkommen.
Befruchtungsverhältnisse: Guter Pollenspender; früh blühend.
Reife: Baumreife Mitte Oktober oder später; die Ernte soll möglichst spät erfolgen. Die Frucht hält bis Ende Jänner, bei Kühllagerung bis März. Als gute, späte Winterbirne in vollentwickelten Stücken leicht verkäuflich, weil der Markt zu dieser Zeit arm an guten Tafelbirnen ist; weitere Anpflanzung empfehlenswert.
Eigenschaft des Baumes: Der Baum wächst in der Jugend genügend stark, später nur mäßig, bildet pyramidenförmige Kronen, wird sehr bald fruchtbar und trägt regelmäßig und sehr reich. Er eignet sich für alle Formen, gedeiht auch auf Quitte, auf der er sich aber sehr bald erschöpft; für größere Formen und Spaliere ist der Wildling als Unterlage vorzuziehen. Eignet sich sehr gut für kleine Gärten, da dort bald fruchtende Sorten erwünscht sind, auch wenn sich die Bäume zu Tode tragen. Da spätreifende Winterfrucht, gehört der Baum in geschützte Lagen und infolge seiner großen Fruchtbarkeit nur in gute, nährstoffreiche Böden. Durch gute Bodenbearbeitung und reichliche Ernährung hat man auf große Früchte hinzuarbeiten, dann wird ihr Anbau für den Erwerbsobstzüchter und Siedler immer lohnend sein.
Eignung der Frucht: Diese Sorte ist auch für Mauerspaliere an der Süd- oder Ostseite besonders zu empfehlen; sie ist auch zum Umveredeln minderer Sorten sehr geeignet. Der Baum ist wenig empfänglich für Schädlingsbefall.
Wenn man die Eigenheiten dieser Sorte berücksichtigt und sie nicht als Hochstamm in ungeschützter Lage anpflanzt, werden schlechte Eigenschaften bei dieser wertvollen Sorte kaum eintreten.