Apfelbaum Geflammter Kardinal

Bild 1
Typ: Winterapfel
Synonyme: Pleissner Rambur, Herremapfel, Tortenapfel, Hohlhäuschen
Herkunft: Deutschland, 1801 erstmals beschrieben
Genussreife: September-Dezember
Frucht: gelb, mit roten Streifen überzogen, mittelgroß- groß, sehr ungleichmäßige Form
Geschmack: lockeres Fruchtfleisch, saftig, weinsäuerlich, wenig Aroma
Wuchs: hohe Lebensdauer, Krone breitgewölbt, stark
Standort: anspruchslos, geeignet für Höhenlagen
Wissenswertes: Dörrobst, gute Backsorte, gute Mostsorte, sehr widerstandsfähig, Tafelobst
ab 21,00 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 002714468687701
Der Apfel Geflammter Kardinal gehört zur Familie der Rambure. Geschichte: Eine der... mehr
Produktinformationen "Apfelbaum Geflammter Kardinal"
Der Apfel Geflammter Kardinal gehört zur Familie der Rambure.

Geschichte:

Eine der bekanntesten und ältesten Sorten deutschen Ursprungs. Während der tatsächliche Ursprung nicht komplett zurück datiert werden kann ist die Verbreitung bestens dokumentiert. So spricht die Nennung des Apfel Geflammter Kardinal unter sechs verschiedenen Synonymen durch Diel für seine Bekanntheit und Beliebtheit schon vor 100 Jahren. Richtiger weise sollte diese Sorte „Geflammter weißer Kardinal“ heißen, da es auch einen "Geflammten roten Kardinal" gibt, der bei uns ebenfalls nicht selten ist.
Bekannt ist der Geflammter Kardinal auch als: Pleissener Rambur, Bischofsmütze, Tortenapfel und auf dem Wiener Markt als Strudelapfel. Nicht zu Verwechseln ist die Sorte mit dem Apfel Gravensteiner.

Beschreibung:

Kaum ein anderer Apfel ist so verschieden in der Form. Die Rundung ist durch starke Kanten, die den Apfel oft dreieckig machen, meist stark verschoben. Ansonsten ist die Frucht mittelgroß bis groß und stets breiter als höher. Charakteristisch sind die ungleich großen Apfelhälften.
Der meist halboffene Kelch ist von aufrecht stehenden grünen Blättchen umgeben. In der Kelcheinsenkung wiederum laufen die flachen Rippen, welche sich über den gesamten Apfel ziehen zusammen.
Auf der anderen Seite der Frucht befindet sich ein kurzer, dicker Stiel der typischer weise nicht aus der Stielhöhle herausragt. Diese ist stahlig berostet und nicht tief.
Die Schale des Apfels ist fein und glatt. Die gelbe Grundfarbe ist sonnenseits rötlich geflammt und punktiert. Die Punkte und Rostfiguren sind jedoch kaum merkbar.
Das Kernhaus der Sorte ist hohlachsig und enthält braune, oft unvollkommene Samen.

Fruchtfleisch:

Das grün-gelbliche Fruchtfleisch hat eine lockere Zellstruktur, die sehr saftig ist. Bei Genuss entfaltet sich ein sehr erfrischendes weinsäuerliches Aroma, welches ohne Würze auskommt.

Reifezeit:

Der Apfel Geflammter Kardinal kann bereits im September gepflückt und zu Markt gebracht werden. Im September ist er besonders als Küchenapfel beliebt. Sonst wird er Ende Oktober genießbar und hält bei guter Lagerung bis März. Auch für den Eigenbedarf sehr geschätzt.

Befruchtungsverhältnisse:

Ein schlechter Pollenbildner der idealerweise mit dem Apfel Croncels, Goldparmäne, Landsberger Renette, Boikenapfel, Gelber Bellefleur oder Baumanns Renette gepflanzt werden solte.

Apfelbaum:

In der Jugend stark wachsend wächst der Apfelbaum in der Baumschule selten gerade, was seine Erziehung erschwert. Die Krone des Baumes wird schnell breit und tischförmig, später bilden sich hängende Äste.

Standort:

Der Apfelbaum stellt an den Boden und Lage keine Ansprüche.
Als Gebirgsobstbaum bewährt er sich besonders inden Voralpen und ist dort der empfehlenswerteste Apfelbaum für den Landmann.
Für die Formobstzucht hat er keine Bedeutung. Seiner Kronenbildung wegen sollte er nur als Hochstamm gezogen werden.