Apfelbaum Fiessers Erstling

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Typ: Winterapfel
Synonyme: Rotfranch, Weißfranch
Herkunft: Baden-Baden um 1890
Genussreife: September-März
Frucht: gelblichgrün, mittelgroß- groß, sonnenseits rot
Geschmack: erfrischendes Aroma, saftig, weinsäuerlich
Wuchs: Krone hochkugelig, stark
Standort: anspruchslos, geeignet für Höhenlagen, sehr gut für Obstwiesen
Wissenswertes: triploid (braucht Pollenspender)
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Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 2000320
Der Apfel Fiessers Erstling gehört zur Familie der Rambure. Geschichte: Zu dieser Sorte... mehr
Produktinformationen "Apfelbaum Fiessers Erstling"
Der Apfel Fiessers Erstling gehört zur Familie der Rambure.

Geschichte:

Zu dieser Sorte schreibt der Züchter G. H. Fiesser, großherzoglicher Hofgärtner in Baden-Baden, dass der Mutterbaum als vierjähriger Sämling auf dem Saatbeet bereits die ersten Blütenknospen brachte. Der Apfel wurde Ende der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in den Handel gebracht. Heute ist er wegen der großen Fruchtbarkeit und Winterhärte weit bekannt und verbreitet.

Beschreibung:

Mit einer breite von 82mm auf einer Höhe von 66-70mm ist die Frucht des Fiesser Erstling groß bis sehr groß. Die hochgebaute, gut kugelförmige Frucht endet in einem ebenfalls großen, halboffenem Kelch. Dieser ist in einer beuligfaltigen Einsenkung von aufrechten, grünwolligen Blättchen umringt.
Der Stiel des Apfels ist sehr kurz und zumeist holzig, vereinzelt auch fleischig. Die grüne Stielhöhle ist faltig und nur schwach berostet. Unter ihr liegt ein hohlachsiges Kernhaus, dessen geraumige Fächer viele lang zugespitzte, braune Samen enthalten.
Die Fruchtschale ist glatt und glänzt. Diese als geschmeidig beschriebene Schale ist zunächst grün gefärbt, verfärbt sich später jedoch gelb. Sonnenseits erhält der Apfel einen rötlichen Anflug, in dem karminrote Streifen auf ihn aufgetragen sind. Nur vereinzelt sind Punkte sichtbar.

Fruchtfleisch:

Das Fruchtfleisch des Fiessers Erstling ist weis gefärbt und durch seine lockere Zellstruktur geprägt. Die sehr saftige Frucht enfaltet einen erfrischend gewürztes, stark säuerliches Aroma.

Befruchtungsverhältnisse:

Die Sorte ist ein guter Pollenbildner der früh und lange blüht. Die Blüte ist hierbei Wetter unempfindlich.

Reifezeit:

Im Oktober baumreif, hält sich der Apfel Fiessers Erstling bis März und länger genussreif.

Verwendung:

Im Herbst für die Wirtschaft geeignet, verliert er gegen das Frühjahr seine Säureund ist dann auch zum Rohgenuss geeignet.

Apfelbaume:

Dieser in der Jugend stark wachsende Apfelbaum trägt früh und reichlich. Später bildet er eine hochkugelförmige Krone mit großem, gesunden Laub.

Standort:

Der Apfelbaum kommt noch in den rauesten Lagen gut fort und eignet sich besonders für den landwirtschaftlichen Obstbau. Die besten Anbauformen des Fiessers Erstling sind der Hoch- und Halbstamm , sowie der Buschbaum. Vom Anbau auf Kleinform ist abzuraten, da sich die Fruchtentwicklung dort nicht im gleichen Pensum vollzieht.
An den Boden stelt der Apfelbaum keine großen Ansprüche. Sehr trockene und nährstoffärme Böden sollten jedoch vermieden werden. Der Schnitt der Leitäste ist lang, der des Fruchtholzes kurz zu halten.
Es gibt wenige Sorten die auch in rauen Lagen so früh und reich tragen.
Selbst in obstarmen Jahren sieht man die Bäume dieser Sorte schon von weitem in ihrem Vollbehang.