Apfelbaum Adersleber Kalvill

Bild 1
Typ: Winterapfel
Synonyme: Amtsrat Meyer
Herkunft: Kloster Adersleben
Genussreife: November - März
Frucht: groß
Geschmack: edelaromatisch
Wuchs: dichte, kurz verzweigte Krone
Standort: bis in mittlere Höhenlagen, warm
Wissenswertes: Liebhaber/innensorte, triploid (braucht Pollenspender)
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Baumform/Größe:

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Apfelbaum Adersleber Kalvill (Nr. II) Familie der Kalvillen Von den abgebildeten Früchten... mehr
Produktinformationen "Apfelbaum Adersleber Kalvill"
Apfelbaum Adersleber Kalvill (Nr. II)
Familie der Kalvillen

Von den abgebildeten Früchten stammt der untere Apfel von einem Spindelbuschbaum aus dem Garten Bönisch, Wien, Frohe Zukunft, und der obere von einem waagrechten Kordon aus dem Garten Med, Wien, Gerasdorf.

Geschichte:

Aus dem Klostergut Adersleben wurden nach stattgefundener Befruchtung eines Kalvillhochstammes mit dem Gravensteiner Ende der dreißiger Jahre des vorherigen Jahrhunderts drei Sämlinge gezogen, die als Adersleber Kalvill Sämlinge Nr. I, II und III bezeichnet wurden. Die Verbreitung dieser Sämlinge erfolgte erst gegen Ende des Jahrhundertsim größeren Maße und hat von da an rasch zugenommen. Sie gehen heute unter drei Namen: Nr. I als Lichthardts Apfel, Nr. II als Aderleber Kalvil und Nr. III als Amtsrat Meyer. Nr. II ist am meisten bekannt geworden.

Beschreibung:

Die Frucht hat ausgesprochene Kalvillform mit den bekannten, stark ausgeprägten Rippen und flacher, weiter Stielwölbung. Sie ist flach gebaut, 85 Millimeter breit und 60 Millimeter hoch. Kelch halboffen bis geschlossen. Einsenkung tief, mit zahlreichen Rippen und Falten. Stiel lang, holzig, braun, Höhle tief, weit, schwach strahlig berostet. Schale glatt, glänzend, mattgelb, lässt die Kalvillabstammung deutlich erkennen, sonnenseits ganz schwach verwaschen gerötet, deutliche Punkte mehr stielwährts. Nr. I und III sind mehr gerötet. Fleisch hellgelb, saftig, mürbe, fein gewürzt. Kernhaus offen, Kammern geräumig, Samen zahlreich, lang zugespitzt, dunkelbraun.

Befruchtungsverhältnisse:

Guter Pollenbildner, die Blüte erscheint mittelfrüh und verläuft langsam.

Reifezeit:


Die Früchte müssen spät geerntet werden, weil sie sonst stark schrumpfen. Bei guter Lagerung hält der Apfel sich bis März / April. Ein feiner Tafelapfel, der sich den Markt noch weiter erobern wird.

Eigenschaften des Apfelaumes:

Dieser Apfelbaum wächst in der Jugend kräftig, lässt aber infolge der frühen Fruchtbarkeit bald nach. Bildet eine breite Krone und erfordert in der Jugend einen Rückschnitt der Leittriebe, die sonst hängen. Die Früchte hängen fest am Baum. Geeignet für alle Formen, vom Hochstamm bis zum waagrechten Schnurbaum. Gedeiht auf allen Unterlagen. Der Boden sollte gut und genügend feucht sein. Auf trockenem Boden werden die Früchte mehlig. Schnitt der Leittriebe lang, der des Fruchtholzes kurz.

Schlechte Eigenschaften:

Der Apfelbaum verliert auf trockenem Boden frühzeitig das Laub und wirft die Früchte ab. In ungeeigneten Lagen ist das Laub schorfanfällig.