Apfelbaum Schöner aus Nordhausen

Bild 1
Typ: Winterapfel
Synonyme: Hindenburg
Herkunft: Nordhausen am Harz, Mitte 19. Jhdt.
Genussreife: Januar-April
Frucht: druckempfindlich, gelb, mittelgroß, rundlich, sonnenseits leicht gerötet
Geschmack: ausgewogenes Zucker- Säure-Verhältnis, lockeres Fruchtfleisch, mittelstark gewürzt, saftig
Wuchs: Krone hochkugelig, mittelstark-stark
Standort: feuchte Lagen, mittlere Höhenlagen, nährstoffreich
Wissenswertes: lange Lagerfähigkeit, sehr widerstandsfähig
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Der Apfel Schöner aus Nordhausen gehört zur Familie der Gulderlinge. Geschichte: Die... mehr
Produktinformationen "Apfelbaum Schöner aus Nordhausen"
Der Apfel Schöner aus Nordhausen gehört zur Familie der Gulderlinge.

Geschichte:

Die Apfelsorte stammt aus Mitteldeutschland, südlich des Harzes. Auf vielfache Empfehlung hin fand sie schnelle Verbreitung und ist heute allgemein bekannt. Meist ist sie allerdings nur in einzelnen Bäumen anzutreffen.
Nach dem Krieg wurde der Schöne aus Nordhausen als neuer Findling unter dem Namen Hindenburg verbreitet. Doch soll nur obiger Name als der gültige angewendet werden.

Beschreibung:

Bei einer Höhe von 78mm und einer Höhe von 70mm zählt die Frucht zu den mittelgroßen Äpfeln. Sie bildet ungelichmäßige Hälften aus und ist im Querschnitt nicht rund.
Das Erscheinungsbild ist durch Rippen und Kanten geprägt welche sich vom Kelch bis zur Fruchtmitte und darüber hinaus ziehen.
Der Kelch ist halboffen bis offen gestaltet und von kräftigen Bläätchen umgeben die stark umgebogen sind. Die Kelcheinsenkung in welcher sie sich befinden ist tief und mäßig weit, von ungleichmäßigen Rippen und Kanten umgeben.
Der Stiel des Apfels ist etwa 15mm lang und ragt aus seiner Höhle hervor. Diese ist durch ihre Bersotung gekennzeichnet und tief und eng.
Das zwiebelförmig Kerngehäuse ist weit und besteht aus zugespitzten Kammern die wiederum eiförmige, braune Samen beinhalten.
Der Betrachter sieht einen Apfel dessen Schale glatt, glänzend und zuweilen schwach fettig ist. Seine hellgrüne Grundfarbe verliert der Apfel zur Lagerreife und verfärbt sich zitronen- bis goldgelb. Sonnenseite ist der Apfel Schöner aus Nordhausen teils rosa, teils leuchtendrot überzogen. Zudem sind in seinem Kleid dunklere, nicht scharf abgesetzten Streifen zu finden. Seine Schalenpunkte hingegen sind so fein, dass sie kaum bemerkt werden.

Fruchtfleisch:

Gelblichweiß wird das feste Fleisch in der Reife mürbe. Der saftige Apfel entfaltet dann bei Genuss einen angenehm gewürzten, erfrischend weinsäuerlich Geschmack. Wobei er manchmal süßer als weinsäuerlich schmeckt.
Der Apfel ist schwach parfümiert.

Befruchtungsverhältnisse:

Der Apfel Schöner aus Nordhausen ist ein guter Pollenbildner. Seine Blühte beginnt mittelfrüh bis spät und ist gegen Nässe und Frost wenig empfindlich.

Seine Fruchtbarkeit setzt früh ein, ist regelmäßig und gut.

Apfelbaum:

In der Jugend kräftig wachsend verliert der Apfelbaum sein Wachstum im Alter nur wenig, dann mittelstark wachsend. Er bildet eine hochkugelige Krone aus, die unten bald breistausladend wird.
Gut geeignet ist die Apfelsorte für Hochstämme im landwirtschaftlichen Obstbau. Als Unterlage kommen Wildling und Splittapfel in Frage. Paradies als Unterlage nur dort, wo der Apfelbaum gute Entwicklungsmöglichkeiten findet.
Die Leitäste sind lang, das Fruchtholz kurz zu schneiden.
Eignet sich gut zum Umpropfen älterer Bäume.
Die alte Obstsorte verlangt bessere Apfelböden, weshalb er auf Grasland weniger gut gedeiht. In schwerem Boden bleibt die Frucht sauer. Bei Trockenheit ist mit Mehltaul und vorzeitiger Fruchtabfall zu rechnen.


Die frühe Fruchtbarkeit des Apfels Schöner aus Nordhausen, sowie sein geringer Schädlingsbefall müssen hervorgehoben werden.