Apfelbaum Königlicher Kurzstiel

Bild 1
Synonyme: Ringapfel, Käsapfel, Roter Kurzstiel
Typ: Winterapfel
Herkunft: Holland um 1565
Genussreife: Oktober-April
Frucht: flachrund, goldgelb, mittelgroß, sonnenseits rot
Geschmack: saftig, stark gewürzt, süßsäuerlich
Wuchs: Krone flachkugelig, schwach
Standort: besondere Eignung für maritime Lagen, eher anspruchslos, von der Küste bis in Höhenlagen
Wissenswertes: für Spalier gut geeignet, Guter Pollenspender
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Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 2000304
Die hier gemalte Frucht stammt von einem Hochstamm aus dem Garten Paweletz. Er wird als beständig... mehr
Produktinformationen "Apfelbaum Königlicher Kurzstiel"
Die hier gemalte Frucht stammt von einem Hochstamm aus dem Garten Paweletz. Er wird als beständig gut tragender Apfelbaum beschrieben. Der Garten befindet sich in der Siedlung Deutschwald bei Purkersdorf im Wiener Wald.

Geschichte:

Eine sehr alte Apfelsorte, die schon 1613 erwähnt wird. Trotz dieser frühe Überlieferung ist die Heimat des Apfel Königlicher Kurzstiel nicht genau bekannt.

Beschreibung:

Bei einer Breite von bis zu 75mm auf eine Höhe von 50mm ist der Apfel als mittelgroß zu beschreiben. Hohlbauchig gebaut ist er zu Stiel wie Kelch gleichmäßig abnehmend.
Der Kelch ist zumeist ganz offen undmit wolligen Blättchen besetzt. Diese sind grün gefärbt und zurückgeschlagen. Die Kelcheinsenkung in der diese sich befinden ist flach und weit ausgeschweift, wobei sie großflächig mit mehreren feinen Falten versehen ist.
Der Stiel auf der oberen Seite des Apfels ist kurz, dick und ragt nur selten über die Wölbung heraus. Aufgrund dessen auch der Name Königlicher Kurzstiel.
Die Stielhöhle selbst ist tief und trichterförmig zulaufend, bei schwacher Bersotung.
Im Kernhaus befinden sich viele, gut entwickelte Samen.
Die Schale des Apfels ist leicht rau. Bei Ernte vom Baum ist sie blassgrün verfärbt. Im Lager, während der Reife verfärbt der Apfel sich goldgelb. Sonnenseits ist der Apfel Königlicher Kurzstiel karmesinrot verwaschen, gestreift und marmoriert. Gelbgrauer, feiner Rost erscheint schattenseits und macht auch das Rot der Sonnenseite unrein. Auf den rot gefärbten Flächen finden sich feine Punkte.

Fruchtfleisch:

Gelblich-weiß ist das feinzellige Fruchtfleisch fest. Bei Genuss entfaltet der Apfel einen gewürzten Renettengeschmack, der etwas markanter hervor tritt als bei anderen Renetten.

Befruchtungsverhältnisse:

Sehr spät blühend ist der Apfelbaum Königlicher Kurzstiel ein guter Pollenbildner.

Reifezeit:

Die Frucht des Königlichen Kurzstiel muss so lange wie möglich auf dem Baum belassen werden. Aufjedenfall bis Ende Oktober. Da der Apfel sehr gerne welkt, sollte sie bald nach dem Pflücken in Torfmull eingeschichtet werden.
So gelagert ist der Apfel bis zum Frühjahr haltbar. Im Frühjahr entwickelt er sein schönstes Farbbild und ist so zu vermarkten. Auch für den Eigenbedarf zu dieser Zeit, wo sonst nur wenige Sorten vorhanden sind, sehr wertvoll.

Verwertung:

Der Apfel Königlicher Kurzstiel ist ein hervorragender Tafelapfel.

Apfelbaum:

Der Apfelbaum Königlicher Kurzstiel wächst nur schwach. Er bildet nur kurze Jahrestriebe, die sich aber bald bekleiden und frühzeitig Früchte hervorbringen. Er bildet kleine, aufrecht wachsende Kronen und kann daher enger gepflanzt werden.

Standort:

An den Boden stellt der Apfelbaum keine großen Anforderungen, nur darf dieser nicht trocken sein. Besonders im Herbst ist hierauf zu achten, da der Apfelbaum dann seine ansonsten sturmfesten Äpfel leicht fallen lässt.
Er verlangt warme Lage, wenn seine Frühte gut ausreifen sollen.
Der Apfelbaum Königlicher Kurzstiel ist auf allen Baumformen anbaubar, am geeignetsten sind Halbstamm und Hochstamm.
Die alte Obstsorte ist gegen den Schnitt empfindlich und bildet auch ohne diesen kurzes Fruchtholz.

Aufgrund seiner späten Blüte kann der Königliche Kurzstiel auch sehr spät, in Frostlagen angepflanzt werden.