Apfelbaum Kaiser Wilhelm

Bild 1
Typ: Winterapfel
Synonyme: Wilhelmapfel
Herkunft: Deutschland 1864
Genussreife: Oktober-März
Frucht: Deckfarbe rot, druckfest, flachrund, gelblichgrün, groß, kleines Kernhaus
Geschmack: festes Fruchtfleisch, mittelstark gewürzt, weinsäuerlich
Wuchs: Krone hochkugelig, stark
Standort: anspruchslos, geeignet für Höhenlagen
Wissenswertes: Für Allergiker (unter Vorbehalt), gute Backsorte, triploid (braucht Pollenspender)
ab 21,00 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 35449
Der Apfel Kaiser Wilhelm gehört zur Familie der Goldrenetten. Geschichte: Die Apfelsorte... mehr
Produktinformationen "Apfelbaum Kaiser Wilhelm"
Der Apfel Kaiser Wilhelm gehört zur Familie der Goldrenetten.

Geschichte:

Die Apfelsorte wurde im Jahr 1864 von Hauptlehrer Hesselmann in Witzhelden, Kreis Solingen aufgefunden. Es wird vermutet, dass der Apfelbaum ein Sämling des Apfels Harberts Renette ist.
Zuerst beschrieben wurde der Apfel Kaiser Wilhelm von Lauche im Jahr 1879. Auf diese Beschreibung hin erfolgte die Verbreitung in ganz Deutschland. Es ist kein weiterer Name der Sorte bekannt.

Beschreibung:

Bei einer Breite von 80mm auf eine Höhe von 70mm ist der Kaiser Wilhelm ein mittelgroßer Apfel. Sein Bauch ist aufgrund seiner trichterform dem Stiel, um den die Frucht sich flach abrundet, näher als dem Kelch. Am Kelch ist der Apfel stärker abgerundet, er endet in einer stumpfen Spitze.
Der Kelch selbst ist offen und von breiten, aber kurzen Blättchen gesäumt. Die Spitzen stehen aufrecht oder sind zurückgeschlagen. Sie befinden sich in einer flachen Kelcheinsenkung die von Falten umgeben ist, welche sich mitunter über den gesamten Apfel ziehen.
Auf der anderen Seite des Apfels steht ein ziemlich dünner, etwa 1,5cm langer Stiel der holzig und braun ist. Er sitzt in einer tiefen und engen Stielhöhle die stark berostet ist.
Die Schale des Apfel Kaiser Wilhelm ist glatt und glänzt. Zunächst gelblich- grün verfärbt sie sich während der Lagerreife hin zu einem gold-gelb. Sonnenseits ist der Apfel mitunter auf der ganzen Frucht lackrot gefärbt und karminrot gestreift. Es sind deutliche, sternförmige Punkte zu erkennen. Um Kelch und Stiel ist der Kaiser Wilhelm berostet.
Das ehr kleine Kernhaus ist hohlachsig und besteht aus geöffneten Kammern die wenige, lang zugespitzte Kerne enthalten.
Die Frucht welkt nicht.

Fruchtfleisch:

Gelblichweiß verfärbt ist das feinzellige Fruchtfleisch abknackend. Während des Verzehrs entfaltet der saftreiche Apfel ein weinsäuerliches, gewürztes Aroma.

Befruchtungsverhältnisse:

Der Apfel Kaiser Wilhelm ist ein schlechter Pollenspender, weshalb er mit anderen Obstbäumen gemeinsam gepflanzt werden sollte. Gute Pollenspender für den Kaiser Wilhelm sind die Apfelbäume: Baumanns Renette, Croncels, Goldparmäne und der Klarapfel.

Reifezeit:

Der Apfelbaum sollte nicht vor Mitte Oktober gepflückt werden. Nach erfolgter Ernte wird der Apfel Anfang November im Lager reif. Im Lager ist der Apfel bis April haltbar.

Verwendung:

Ein guter Tafelapfel für den Eigenbedarf. Um die Weihnachtszeit herum empfiehlt sich der Kaiser Wilhelm ebenfalls als Marktapfel. Beim Versand ist der Apfel unempfindlich.

Apfelbaum:

Starkwachsender Apfelbaum der bereits in der Baumschule einen prächtigen Stamm ausbildet. Auf seinem neuen, bleibenden Standort entwickelt er eine hochgehende und breitpyramidale Kronen.

Standort:

Schwerer Lehmboden liefert die kräftigsten und gesündesten Bäume. Die Fruchtbarkeit des Apfelbaum Kaiser Wilhelm setzt spät ein, ist später aber sehr reich, bei leichter Alternanz.
Seine besten Formen sind der Hochstamm und Halbstamm. Auf EM IX veredelt gibt er auch reichtragende Buschbäume und Kordons. Die Äpfel sind sturmfest und das Laub sehr gesund. Leitäste sind lang, das Fruchtholzes kurz zu schneiden.

Stark wachsend und reich im Ertrag ist der Apfel Kaiser Wilhelm sowohl für den Hausgarten als auch für den Anbau auf Obstplantagen sehr zu empfehlen.