Apfelbaum Gravensteiner

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Synonyme: Römischer Kiker, Haferapfel, Blumen-Calvill, Ernteapfel
Typ: Herbstapfel
Herkunft: Gravenstein, vor 1800
Genussreife: August-Oktober
Frucht: Deckfarbe rot, flachrund, gelb, mittelgroß
Geschmack: edelaromatisch, saftig, süßsäuerlich
Wuchs: Krone ausladend, stark
Standort: Boden durchlässig, milde, windgeschützte Lage, nährstoffreich, sehr anspruchsvoll an Boden und Klima, tiefgründig
Wissenswertes: Brennsorte, Für Allergiker (unter Vorbehalt), triploid (braucht Pollenspender)
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Der Apfel Gravensteiner gehört zur Familie der Kalvillen. Geschichte: Die Obstsorte entstammt... mehr
Produktinformationen "Apfelbaum Gravensteiner"
Der Apfel Gravensteiner gehört zur Familie der Kalvillen.

Geschichte:

Die Obstsorte entstammt höchst wahrscheinlich der Ortschaft Gravenstein in Schleswig-Holstein, die gleichzeitig Sommerresidenz des dänischen Königshauses ist. Die Apfelsorte ist in den Küstenländern der Ostsee viel verbreitet. Von dort ist sie in das tiefere Festland gekommen. Der Apfel hat verschiedene Namen und heißt auch Blumenkalvill, Sommerkönig, Sommerkalvill, Grafensteiner. Von der Apfelsorte gibt es verschiedene Spielarten. Am bekanntesten sind der Rote Gravensteiner sowie der Blutrote Gravensteiner, welcher eine sehr schöne rötliche Färbung trägt.

Beschreibung:

Abgestumpft kalvillförmig ist der Apfel immer höher als breit. Einzelne Rippen an der Kelchhöhle und hieraus resultierende Wölbungen treten stark hervor.
Die Stielwölbung ist breiter als die Kelchwölbung. Letztere beherbergt einen halboffenen Kelch der mit lange grünbleibenden Blättchen besetzt ist. Er ist tief und mit Falten und Rippen umgeben.
Der Stiel des Apfels ist kurz, kräftig, braungrün gefärbt und in einer weiten, trichterförmigen Höhle situiert. Diese ist oft durch einen Fleischwulst verengt.
Ein geräumiges Kernhaus beherbergt im Inneren hellbraun gemalte, große und lang zugespitzte Samen.
Die feine Schale des Apfel Gravensteiner glänzt grünlich und verfärbt sich später lebhaft gelb. Sonnenseits ist der Gravensteiner karmsinrot gestreift und punktiert. Auf der leicht fettigen Schale kann die Röte in Schattigen Lagen auch fehlen.
Die Frucht welkt nicht und hat einen prächtigen, nur dem Gravensteiner eigenen Geruch.

Fruchtfleisch:

Hellgelb ist das Fruchtfleisch insbesondere unter der Schale stärker gelb verfärbt. Die Apfelsorte ist sehr mürbe und saftig. Das feinzellige Fleisch entfaltet bei Genuss ein herrlich weinig, edel gewürztes Aroma.

Befruchtungsverhältnisse:

Der Gravensteiner blüht sehr früh und hat eine sehr große, schneeweiße Blüte. Er ist ein schlechter Pollenbildner.

Reifezeit:

Die Baumreif setzt Anfang September ein. Der Apfelbaum sollte zu dieser Zeit geerntet werden, weil der Apfel zur Zeit der Vollreife wenig windfest ist. Im Lager hält sich die Apfelsorte bis Ende Dezember, teils sogar Januar.

Apfelbaum:

Der Apfelbaum wächst sehr stark, bildet eine hochgewölbte Kronen und erreicht einen bedeutenden Kronenumfang. Der Baum kann 100 Jahre alt werden.

Standort:

Die Apfelsorte verlangt einen ausgesprochen feuchten Boden und feuchte Luft. Am besten gedeiht er an Wasserläufen und Teichrändern.
Zum Anbau am besten geeignet sind Hochstamm und Halbstamm Formen. Kleinformen sind aufgrund der geringen Blütenknospen ungeeignete Baumformen.
Die Fruchtbarkeit tritt spät ein und ist auch dann nicht übermäßig.

Der Apfel Gravensteiner ist einer der gesuchtesten und bestbezahltesten Handelsäpfel und ebenso wertvoll für den Eigenbedarf.