Apfel Gravensteiner

Bild 1
Synonyme: Römischer Kiker, Haferapfel, Blumen-Calvill, Ernteapfel
Typ: Herbstapfel
Herkunft: Gravenstein, vor 1800
Genussreife: August-Oktober
Frucht: Deckfarbe rot, flachrund, gelb, mittelgroß
Geschmack: edelaromatisch, saftig, süßsäuerlich
Wuchs: Krone ausladend, stark
Standort: Boden durchlässig, milde, windgeschützte Lage, nährstoffreich, sehr anspruchsvoll an Boden und Klima, tiefgründig
Wissenswertes: Brennsorte, Für Allergiker (unter Vorbehalt), triploid (braucht Pollenspender)
55,00 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Baumform/Größe:

Verfügbare Stückzahl:

  • 303
Gravensteiner Familie der Kalvillen Geschichte: Der wahrscheinliche... mehr
Produktinformationen "Apfel Gravensteiner"
Gravensteiner Familie der Kalvillen
Geschichte: Der wahrscheinliche Entstehungsort ist der Flecken Gravenstein in Schleswig-Holstein. Der Gravensteiner ist in den Ostsee-Küstenländern viel verbreitet und ist von dort in das übrige Deutschland gekommen. Er hat verschiedene Namen und heißt auch Blumenkalvill, Sommerkönig, Sommerkalvill, Gräfensteiner. Es gibt von ihm verschiedene Spielarten, von denen der Rote Gravensteiner am meisten bekanntgeworden und der Blutrote Gravensteiner am schönsten gefärbt ist.
Beschreibung: Die Frucht ist abgestumpft kalvillförmig, immer mehr hoch als breit, einzelne Rippen und Wölbungen treten stark hervor, die Stielwölbung ist breiter als die Kelchwölbung. Kelch halboffen, auch geschlossen, Blättchen lange grünbleibend, in geräumiger, tiefer, mit Falten und Rippen umgebender Einsenkung. Stiel kurz, kräftig, braungrün, in einer weiten, trichterförmigen, oft durch einen Fleischwulst verengten Höhle. Schale fein, glänzend fettig werdend, erst grünlich-, später lebhaft-gelb, sonnenseits karmesinrot gestreift und punktiert, die Röte kann auch fehlen. Die Frucht welkt nicht und hat einen prächtigen, nur dem Gravensteiner eigenen Geruch. Fleisch hellgelb, unter der Schale mehr gelb, sehr mürbe und saftig, fein weinig, edel gewürzt, mit herrlichem Aroma. Kernhaus groß, geräumig, Samen groß, lang zugespitzt, hellbraun, oft unvollkommen.
Befruchtungsverhältnisse: Blüht sehr früh und hat eine sehr große, schneeweiße Blüte; schlechter Pollenbildner.
Reifezeit: Baumreif Anfang September, sollte zu dieser Zeit geerntet werden, weil der Apfel zur Zeit der Vollreife wenig windfest ist, hält bei guter Lagerung bis Ende Dezember-Jänner. Ist einer der gesuchtesten und bestbezahlten Handelsäpfel und ebenso wertvoll für den Eigenbedarf. Das Blatt im Bild zeigt auf einer Hälfte die Unter-, auf der anderen Hälfte die Oberseite.
Eigenschaften des Baumes: Der Baum wächst sehr stark, bildet hochgewölbte Kronen und erreicht einen bedeutenden Kronenumfang; kann 100 Jahre alt werden. Er verlangt einen ausgesprochen feuchten Boden und feuchte Luft und gedeiht an Wasserläufen und Teichrändern am besten. Seine geeignetsten Formen sind der Hoch- und Halbstamm, für Kleinformen selbst auf Paradies wenig geeignet, da der Baum auch bei kurzem Fruchtholzschnitt keine Blütenknospen bildet. Seine Fruchtbarkeit tritt spät ein, ist auch dann nicht überreich.